Die richtige Höhe der BU-Rente
 
Die Rente im Falle einer Berufsunfähigkeit muss ausreichen, um die Kosten für den gewohnten Lebensstandard zu decken. Hierbei müssen alle Fixkosten und die meisten variablen Kosten einberechnet werden. Gegengerechnet werden können Mittel, die im Falle einer Berufsunfähigkeit aus anderen Quellen zufließen, evtl. aus einer betrieblichen Versorgung. Auch Miet- und Zinseinkünfte - sofern diese garantiert und langfristig sind - können berücksichtigt werden.
Für die Mehrzahl der Versicherungsnehmer wird allerdings die BU-Rente die einzige verlässliche Quelle sein, aus der sie ihr Einkommen beziehen.




Oft wird leider in vielen Werbungen mit einer BU-Rente in Höhe von 500,- EUR geworben und dadurch der Eindruck vermittelt, dies sei eine empfehlenswerte Absicherung. Wer also mit dem Gedanken spielt, eine solch niedrige BU-Rente abzusichern, sollte sich einmal klar machen, dass dies in den meisten Fällen nicht einmal die monatlichen Mietkosten deckt, geschweige denn zur Beibehaltung des Lebensstandards ausreicht.

Als Faustregel für die meisten Einkommenshöhen gilt, es sollten mindestens 70-80% des Nettoeinkommens mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert werden. Wer heute also monatlich 1500,- EUR netto verdient, sollte möglichst 1200,- EUR absichern. Achten Sie zudem auf Nachversicherungsgarantien, die es Ihnen ermöglichen, bei verschiedenen Anlässen (Heirat, Geburt, Gehaltssprung etc.) die Berufsunfähigkeitsrente später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.